Wendet euer Herz wieder dem HERRn zu, und dient ihm allein
1. Samuel 7, 3 – Monatsspruch für März

 

Der Monatsspruch ist der Rede des Samuel an das Volk Israel entnommen (dabei ist Vers 3 verkürzt wiedergegeben). Samuel lebte vor 3000 Jahren und war der letzte Oberste Richter der Israeliten, bevor es Könige gab. Samuel war Richter, Lehrer, Beter und Prophet. Auf Wunsch des Volkes – und mit (kritischer) Erlaubnis Gottes – hat er schließlich Saul zum König gesalbt. Als sich dieser unwürdig erwies, gab Gott Samuel den Auftrag, David zum König zu salben. Samuel gehört zu den besonderen Gottesfreunden in Israel. Schon seine Geburt und Kindheit waren etwas Besonderes. Er blieb Gott immer treu – und Gott ihm. Der einzige Fehler in seinem Leben war, dass seine Söhne missraten waren und als seine Nachfolger nicht taugten. Von Samuel ist zu lesen im 1. Buch Samuel, Kapitel 1 – 19, sein Tod ist in 25, 1 vermerkt. Nach drei Jahrtausenden spricht er immer noch – zu uns.
Samuel sprach zu den Stämmen Israels in einer kritischen Zeit. Die Feinde waren stark, sie schienen übermächtig zu sein.
Zu uns spricht er ebenfalls in kritischer Zeit. Die Probleme und Sorgen sind groß. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Demokratie und Freiheit nicht nur errungen, sondern auch wieder verloren werden können. Für wirtschaftlichen Erfolg, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz, auch für den Frieden gibt es nirgendwo Garantien. Der Klimawandel scheint übermächtig zu sein. Zugleich leben wir in einer Zeit, in der so viele Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden wie niemals zuvor.

Was sagte Samuel damals in bedrohlicher Lage?
Was sollten die Israeliten tun?

Er hätte vieles sagen können: Baut Mauern und Festungen, rüstet auf und bereitet euch für den Krieg vor.
Er sagte aber etwas anderes: „Wendet euer Herz wieder dem HERRn zu und dient ihm allein.“ Wir erfahren dadurch, dass die Stämme, denen Samuel vorstand, sich nicht nur an den einen Gott hielten, sondern einige Zusatzgötter hatten.
Sicher ist sicher. Aber auch sicher falsch.

Was sagt Samuel uns?

Dasselbe! Die Antwort auf die Probleme und Bedrohungen unserer Zeit ist die Hinwendung zu dem Gott, an den wir glauben, der zu uns in Jesus Christus gekommen ist und immer wieder im Heiligen Geist kommt.

Ihm sollen wir aufs Neue unser Herz zuwenden.

Ihm sollen wir dienen, also das tun, was sein Wort uns sagt. Es sagt uns, dass wir lieben sollen! Denn unser Gott ist die Liebe. Einen anderen Glauben, einen anderen Gott kann es für uns nicht geben. Wenn wir ihm vertrauen, wird er uns aus der Hand unserer Feinde retten, wie schon Samuel gesagt hat.
Wir nennen aber andere Feinde: die Sünde, das Böse und den Tod. Wenn Gott uns hier rettet, uns die Sünden vergibt, uns zu einem neuen Leben hilft und uns das ewige Leben schenkt, dann können wir auf dieser Grundlage viele Probleme in dieser Welt angehen. Wir können handeln wie – in anderer Weise – damals die Israeliten handelten. Sie besiegten ihre Feinde, weil Samuel betete und Gott half. Wir werden ebenso vieles tun können, wenn wir beten und Gott uns hilft.

Ich wünsche allen eine gesegnete Zeit – durch die Passionszeit hindurch bis zu Ostern!

Pastor Otfried Krüger