Am 20.06.2021 war es endlich so weit: Die Gemeindeversammlung der beiden Gemeinden Titus und Epiphanias fand nach dem Gottesdienst auf dem Gelände der Titusgemeinde im Freien statt. Endlich war es für die Mitglieder beider Gemeinden möglich, über die Pläne zur Zusammenlegung von Titus und Epiphanias zu diskutieren. Durch die Pandemie waren solche Treffen lange nicht möglich. Die Kirchenvorstände mussten aber trotzdem planen und Konzepte entwerfen, denn aufgrund der finanziellen Bedingungen können die Gemeinden nicht mehr einzeln weitermachen. Darum war schon eine Spannung da: Würden viele Gemeindemitglieder kommen? Welche Reaktionen würde es geben: Bedenken, Kritik (auch wegen der langen Zeit, in der ein Einfluss kaum möglich war), Ideen und Anregungen aus den Gemeinden?


Die erste frohe Überraschung war die Teilnehmerzahl: Über 100 Gottesdienstbesucher waren gekommen und saßen bei strahlendem Sonnenschein auf dem Titus-Gelände. Die Pastoren stimmten im Gottesdienst, den sie gemeinsam hielten, auf das Thema ein. Der Gospelchor, der sich beiden Gemeinden zuordnet, beteiligte sich an der musikalischen Gestaltung. Dann, nach einer Corona-gerechten kleinen Mahlzeit, begann das Gespräch. Die Kirchenvorstände von Titus und Epiphanias hatten die Konferenz gemeinsam vorbereitet und das zeigte sich auch an der Moderation und der inhaltlichen Darstellung der bisherigen Entwicklung: Beides wurde gemeinsam von jeweils einem Titus- und Epiphanias-KV Mitglied gestaltet. Vor allen Dingen ging es darum, die Gedanken, Kritik und Vorschläge der Gemeindemitglieder zu hören. Da in der kurzen Zeit nicht jeder etwas sagen konnte, gab es Stellwände, auf die die Kommentare zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Gemeinden gesteckt werden konnten.

Das Angebot wurde gut angenommen, die Stellwände füllten sich. Jetzt ist es eine spannende Aufgabe, alles zu sichten, einwirken zu lassen und mit all den Gedanken und Ideen eine gute Zukunft für die Gemeinden zu planen. Im kommenden Jahr wird es dazu eine Zukunftswerkstatt geben, zu der wir dann rechtzeitig einladen.


Der 20. Juni war ein guter Tag für Titus und Epiphanias.
Es liegt sehr viel Arbeit vor uns, denn die Zusammenlegung der Gemeinden erfordert eine Menge Detailarbeit, die noch geleistet werden muss. Aber die Kirchenvorstände sind zuversichtlich, dass das geschafft werden kann. Für die Gestaltung des Gemeindelebens sind die Ergebnisse der Stellwände eine große Hilfe.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft von Titus und Epiphanias.

Prädikantin Irmgard Schulz