Ein Hilfsprojekt von Brot für die Welt

Das tödliche Virus, das als COVID-19 bekannt ist, breitet sich überall in unserer Welt in kurzer Zeit aus. Nach Angaben der WHO sind weltweit 187 Länder von COVID-19 betroffen, darunter in 35 Ländern in Afrika. Schon im März 2020 ist das Vi-rus im Tschad angekommen (Stand: 23.03.2020). Bis jetzt gibt es keine Medikamente für diese Pandemie, deshalb warnen viele Länder ihre Bürger und Bürgerinnen, wo möglich, auf soziale Kontakte zu verzichten, Hygiene-Regeln zu beachten, Abstand zu halten und nicht ohne Mundschutz den Arbeitsplatz zu betreten. Solche Einschränkungen einzuhalten ist schwierig für die ärmsten Länder – wie den Tschad. Viele Menschen leben von Tageslöhnen, weshalb sie jeden Tag als kleine Händler oder als Handwerker arbeiten müssen. Solche Arbeiter verdienen sehr wenig und können es sich nicht leisten, Masken oder Desinfektionsmittel zu kaufen.

Der leitende Arzt am kirchlichen Krankenhaus von Koyom in Tschad, Dr. Ndilta, sagt: seine Klinik sei die Einzige in einem Umkreis von 72 Kilometern, einem Gebiet, in dem fast 100.000 Menschen leben. In diesem Land hat ein Mediziner im Schnitt 20.000 Patienten zu versorgen.

Laut einem Bericht von Brot für die Welt Mitarbeitern informiert Dr. Ndilta seit Tagen seine Krankenschwestern und Pfleger ausführlich über das Virus. Alle seien in der Lage, mögliche Verdachtsfälle zu erkennen und die Patienten zu isolieren. Viel mehr könne das Krankenhaus jedoch nicht tun: „Wir können selbst keine Tests machen, sondern nur Abstriche vornehmen und die Proben nach N‘Djamena schicken“, sagt Dr. Ndilta. In seinem Krankenhaus gibt es nur drei Sauerstoffgeräte und ein einziges Beatmungsgerät. „Das brauchen wir im OP-Saal für die Narkose“ sagt der Arzt. Vom Staat Tschad kommt wenig Unterstützung. Die meisten Geräte in seiner Klinik haben Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt finanziert. Für dieses Krankenhaus hat Brot für die Welt eine Intensivstation gebaut und ein Allradfahrzeug gekauft. Schwerkranke können damit in abgelegenen Gebieten abgeholt werden. Damit die Menschen gar nicht erst ins Krankenhaus müssen fördert das evangelische Hilfswerk zudem im ganzen Einzugsgebiet Aufklärungskampagnen, zum Beispiel zum Thema Hygiene.

Für solche und ähnliche andere Projekte in Tschad bittet Brot für die Welt um Ihre Spende. Im Voraus bedanken wir uns bei Ihnen für Ihre Hilfe.

Trotz der bestehenden Einschränkungen wünschen wir Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.