Vierter Sonntag nach Trinitatis
(Sonntag der Versöhnung)
Gottesdienst vom 5. 7. 2020 um 10. 00 Uhr
in der Ev.-luth. Tituskirche Hannover-Vahrenheide

„Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal. 6, 2)

Psalm 42

1 Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen.
2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
5 Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern.
6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Barmherziger Gott,

wo sollten wir hin,
wenn es kein Verstehen und Verzeihen gäbe,
sondern nur Kälte und Härte?
Gib uns Anteil an der Weite deines Herzens.
Lass uns selbst Barmherzigkeit finden.
Und lass uns anderen gegenüber barmherzig sein.
So wie du durch Jesus Christus zu uns allen barmherzig bist.
Wir danken dir im Heiligen Geist. 
Amen.

Lied EG 428 – Komm in unsre stolze Welt

1. Komm in unsre stolze Welt,   Herr, mit deiner Liebe Werben.
Überwinde Macht und Geld,   lass die Völker nicht verderben.
Wende Hass und Feindessinn   auf den Weg des Friedens hin.

2. Komm in unser reiches Land,   der du Arme liebst und Schwach,
dass von Geiz und Unverstand   unser Menschenherz erwache.
Schaff aus unserm Überfluss   Rettung dem, der hungern muss.

3. Komm in unsre laute Stadt,   Herr, mit deines Schweigens Mitte,
dass, wer keinen Mut mehr hat,   sich von dir die Kraft erbitte
für den Weg durch Lärm und Streit   hin zu deiner Ewigkeit.

Evangelium nach LukasKapitel 6

36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet.
Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.
38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.
39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?
40 Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister.
41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?
42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

Mit allen Menschen Frieden
Brief des Paulus an die Römer 12, 17 – 21

Liebe Gemeinde!

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ Amen.

Menschen streiten sich. Es geht ums Geld. Es geht um ein Verhalten, das den anderen nicht passt. Es geht ums Recht. Es geht darum, Recht haben zu wollen. Es gibt kein Ende, keine Verständi-gung, keine Versöhnung. Das ist besonders bitter in Familien. Bis ans Lebensende gibt es keine Versöhnung. Wobei gerade am Lebensende Versöhnung sehr wichtig sein kann. Streit ohne Verständigung und Versöhnung führt zu nichts Gutem. Es macht krank und es lässt einen nicht im Frieden sterben.

Menschen steigern sich in etwas hinein. Wut und Hass bauen sich auf. Andere Menschen bekommen es zu spüren. Manchmal ist es völlig sinnlos. Manchmal hat es Gründe: wenn es Unrecht gibt. Wut und Hass können auch in Gewalt umschlagen.

Was es im Kleinen gibt, unter wenigen Menschen, das gibt es auch im Großen: unter Bevölkerungsteilen innerhalb eines Landes oder unter Völkern und Nationen. Dann gibt es Krieg und Flucht und Elend.

Unversöhnlichkeit, Wut und Hass und Gewalt führen zu nichts Gutem. Also sind Christen und Christinnen aufgerufen, also sind wir aufgerufen, anders zu handeln und anders zu leben. Das ist nichts Neues. Aber wir müssen immer wieder daran erinnert werden.

Hören wir, was Paulus vor 1970 Jahren geschrieben hat. Sein Brief ging an die christliche Gemeinde in Rom. Wir finden die Stellen, die für uns heute wichtig ist, im 12. Kapitel:

17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.
18 Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.<
19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35):
»Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«
20 Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22).
21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Der Herr segne an uns dies Wort.

Dies ist nicht die unverbindliche Meinung des Herrn Paulus. Dies  ist geschrieben im Geist von Jesus Christus. Wir haben etwas davon im heutigen Evangelium gehört. Es sind verbindliche Grund-sätze des christlichen Verhaltens. Und es geht um unser Verhalten gegenüber Mitmenschen,  mit denen wir es schwer haben. Wir können aus der Ferne nur fassungslos mitansehen, was in manchen Ge-genden der Welt geschieht, in denen sich Menschen das Leben schwer machen. In unserem persönlichen Lebensbereich aber sind wir verantwortlich oder mitverantwortlich für das, was geschieht.

Vergeltet niemandem Böses mit Bösem.
Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.

Wenn uns jemand wehtut, sollen wir ihm nicht auch wehtun. Im Gegenteil: wir sollen allen Menschen nur Gutes tun. Wir sollen über alle Menschen nur Gutes denken. Wir sollen nur gute Absich-ten haben. Wir sollen nur freundlich sprechen und nur Gutes tun. Auch denen, die zu uns überhaupt nicht freundlich sind. Wir sollen auf Gutes bedacht sein gegenüber allen unsym-pathischen Menschen, auch solchen, die nie Frieden halten, die nur an den eigenen Vorteil denken, die rücksichtslos sind, die einem alles Mögliche in den Weg legen. Die nicht auszuhalten sind.

Zu denen gut und freundlich sein! O weh!

Wer von uns macht das – immer gut und freundlich sein zu allen – auch zu denen, die einem den letzten Nerv rauben oder noch Schlimmeres tun? (Keiner meldet sich, ich auch nicht …).

„Liebt eure Feinde“, hat Jesus gesagt. „Tut wohl denen, die euch hassen“. Das Gebot der Feindes-liebe gehört zu den Kennzeichen eines christlichen Lebens. Wenn Christen und Christinnen danach handeln … ! Sonst ist das christliche Leben nicht zu erkennen. Aber es scheint nicht leicht zu sein.

Wenn uns jemand wehtut – mit Absicht, und wiederholt – dann ist er oder sie wohl unser Feind, unsere Feindin. Und was er oder sie tut, löst in uns manches aus: Enttäuschung, Ärger, Wut.  Oder auch Angst. Das sind keine guten Voraussetzungen dafür, dass wir den Angriffen freundlich begegnen. Wir werden versuchen, uns zu schützen – oder gehen unsererseits zum Angriff über. Außer die andere Seite sitzt am längeren Hebel. Dann fühlen wir uns ohnmächtig und beginnen zu hassen. Und damit schaden wir uns selbst, damit schaden wir unserer Seele. Wut, Angst und Hass machen vor allem uns selbst kaputt.

Wir leben dann nicht im Einklang mit unserem Glauben an Gott, der doch alles in seiner Hand hat. Und wir haben dann die Liebe vergessen, die die stärkste Kraft ist. Stärker als alle Wut, als alle Angst , als aller Hass. „Liebe ist stark wie der Tod“ – sagt die Bibel. Im Alten Testament übrigens. Und meint damit: Nichts auf der Welt ist stärker als Liebe.

Wenn wir uns also – mit Recht – behaupten wollen gegenüber Feinden und Feindinnen, Gegnern und Gegnerinnen – wir sollen ja nicht einfach den Kopf hinhalten (manchmal allerdings auch das, sagt Jesus) – wir dürfen und sollen auch etwas tun, mit der stärksten Kraft, die Menschen zur Verfügung steht: der Liebe.

Aber steht uns diese Kraft zur Verfügung? Haben wir so viel Liebe zu den Menschen, dass es auch zur Feindesliebe reicht? Können wir zu Menschen, die uns Böses tun, gut sein? Wo soll diese Liebe herkommen? Eine solche Liebe ist übermenschlich.  Ja, sie kommt ja auch nicht aus uns heraus. Diese Liebe kommt von Gott. Und zuallererst gilt sie uns selbst

Wir sind – im Grunde und ursprünglich – Gottes Feinde. Denn von uns aus würden wir weder an Gott glauben noch Liebe in uns haben. Wir sind gottlose Menschen. Wir leben so, als würde es Gott nicht geben. Wir geben ihm nicht die Ehre, die ihm gebührt. Für alle Menschengenerationen ist das deutlich geworden, als Jesus am Kreuz hing. Die Menschheit hat sich gegen Gott verschworen.

Gott aber hat geschworen angesichts des Kreuzes, er würde der Freund werden von jedem Menschen, der an diesen Jesus glaubt. Ein Passionslied („Herr, stärke mich dein Leiden zu bedenken“) singt vom Kreuz:


„Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, es stürzt mich tief,   und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde.“

Wir haben nichts dazu getan, um Gottes Freunde zu werden. Gott ist barmherzig mit uns gewesen. Wir können zu ihm kommen, wie wir sind. Wir sind nicht übermäßig gläubig, nicht übermäßig liebevoll. Dafür erwarten wir von Gott ziemlich viel.

Und Gott ist tatsächlich gut zu uns. Viel mehr als wir verdient haben. Können Menschen wie wir unbarmherzig sein? Können wir anderen, die sich uns gegenüber nicht richtig verhalten, mit glei-cher Münze heimzahlen? Können wir uns weigern, zu verzeihen? Können wir diejenigen hassen, die uns übelwollen?

Können wir ihnen nicht zeigen, dass wir ihnen jedenfalls nicht übelwollen? Mit Liebe, auch mit Feindesliebe, ist übrigens nicht unbedingt ein Gefühl, eine Emotion, gemeint. Den Gefühlen kön-nen wir nicht immer befehlen. Mit Liebe ist ein Verhalten gemeint. Ein Tun.

Um doch einmal in die große weite Welt zu gehen: Als in Südafrika der schwarze Freiheitskämpfer Nelson Mandela nach 27 Jahren Gefängnis freigelassen wurde  – die Zeit der Apartheid ging zu Ende –  da sah man ihm richtig an – wenn man ihm in die Augen sah (so beschreibt es ein Augenzeuge) – dass er in sich Wut und Hass hatte. Er dachte in diesem Augenblick an das Unrecht, dass ihm so lange geschehen war. Wir können die Wut und den Hass in ihm gut nachvollziehen. Sie sind in einem solchen Moment menschlich. Aber nicht göttlich. Nelson Mandela sagte später, er habe dann erkannt, dass er mit seiner Wut und seinem Hass ge-nauso wurde wie seine weißen Peiniger. Und Nelson Mandela ist einen anderen Weg gegangen. Den Weg Gottes, den Weg Jesu. Einen Weg der Versöhnung und des Friedens. So konnten aus manchen Feinden Freunde werden.

Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

Das ist der Grundsatz des Friedens, an dem wir mitwirken können, für den wir etwas tun können. Wir halten Frieden. Von uns aus ist Frieden in der Welt. Frieden in unserem Lebensbereich. Wir tun nichts – nicht aus Absicht – was andere verletzt und was zu Streit und Hass führt.

Im Gegenteil, wir versuchen, Frieden herbeizuführen. Wir sind Werkzeuge des Friedens. – Und weil wir das von uns aus so schlecht können, ist es unsere Bitte an Gott:

„das ich Liebe übe, wo man sich hasst, dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt, dass ich verbinde, da, wo Streit ist.“
Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35):

»Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

Der Verzicht auf Rache gehört zu den Kennzeichen eines Verhal-tens, das auf dem Glauben an Gott beruht. Paulus beruft sich hier auf das Alte Testament, auf das 5. Buch Mose, das er zitiert:

»Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«

Also: nicht du sollst dich rächen, sondern du sollst dein berechtigtes Anliegen Gott überlassen. Gott allerdings wird für Gerechtigkeit sorgen. Es geht hier nicht um irgendeine Rache, es geht um die Wiederherstellung von Gerechtigkeit. Das ist Gottes ureigenste Sache. Und das kann sehr ernst werden für alle, die Unrecht tun.

Es gibt freilich furchtbare Taten und Verbrechen. Einem Täter vergeben zu können – wenn er denn um Vergebung bittet –  das ist ein weiter Weg. Und wenn er die Tat gar nicht bereut? Was dann? Hass und Rache können nicht der Weg sein. Menschliche Rache schafft niemals Gerechtigkeit. Sie ist gottlos, weil sie die Sache nicht Gott anvertraut. Letztlich kann nur Gott Gerechtigkeit schaffen.

Wenn wir ihm Raum geben, dann vertrauen wir ihm. Gott macht alles richtig. Er kann wirklich Gerechtigkeit schaffen. Er steht dem Unrecht und dem Verbrechen nicht machtlos gegenüber. Gott ist nicht schwach. Gott hat Zorn. Das ist nicht nur die Botschaft des Alten, sondern genauso des Neuen Testaments. Gott hat Zorn. Und das ist gut. Das Morden in der Welt hat Zorn verdient. Es ist Gottes Zorn, der dem Morden und all dem Unrecht einmal ein Ende bereiten wird. So, dass danach wirklich Gerechtigkeit kommt. Wenn Menschen in Zorn und Wut geraten und Rachegefühle haben, schaffen sie niemals Gerechtigkeit. Auch wenn sie gegen das Un-recht kämpfen, ist die Folge nur neues Unrecht. Die Geschichte hat dafür viele Beispiele.  

Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln«  (Sprüche 25,21-22).                 

Hier ist übrigens nicht der Feind gemeint, der mit der Waffe in der Hand auf einen zu kommt. Der nimmt sich alles, was er braucht, mit Gewalt. Hier ist der Feind gemeint, der am Boden liegt. Der besiegt ist. Der gescheitert ist. Menschlich gesehen, ein Grund zur Freude. Wenn es dem dann schlecht geht – was soll’s? Hat er verdient! – Das ist aber nicht der Weg von Jesus. Dem Feind, der am Boden liegt, helfen: das ist Feindesliebe. Als nach dem Zweiten Weltkrieg christliche Amerikaner Essenspakete nach Deutschland schickten, wurden sie von Landsleuten kritisiert: Warum schickt ihr das unseren Feinden? Diese christlichen Amerikaner hatten einfach verstanden, was Gottes Gebot und Jesus und in seinem Gefolge Paulus meint. Paulus zitiert hier wieder das Alte Testament. Dies-mal das Buch der Sprüche. Es gibt keinen Gegensatz zwischen Altem und Neuem Testament. Jesus bestätigt Gottes Gebote, die es schon lange gab.

Das Neue, das Jesus bringen durfte, ist das große Versöhnungsangebot Gottes. Versöhnungs-angebote Gottes gab es immer wieder, so lesen wir im Alten Testament. Gott hat dem Bösen in der Welt immer wieder etwas Gutes entgegengesetzt. Mit Jesus wollte er etwas Endgültiges tun, für alle Menschen. Wer sich an Jesus hält, wer an ihn glaubt, der wird befreit vom Bösen, der ist mit Gott versöhnt. Paulus schreibt in einem anderen Brief: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2. Kor. 5, 20). Das ist die Grundlage für un-ser christliches Leben: die Versöhnung mit Gott. Durch Jesus. So können wir Gottes Beispiel folgen und tun, was Paulus hier zum Schluss uns sagen will: 

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Das ist 2011 die Jahreslosung gewesen. (Lange ist es her und schon vergessen!).Wenn wir auf Böses mit Bösem antworten, dann sind wir auch böse – und denen gleich, die wir eigentlich bekämpfen wollen. Wir können in einem solchen Kampf nicht siegen. Weil dann auf jeden Fall das Böse siegt. Wir können das Böse nur mit Gutem besiegen. Dann siegt das Gute, das von Gott kommt. Und wir sind an diesem Sieg beteiligt. – Viel mehr beteiligt als an einem Sieg unserer Lieblings-Fussballmannschaft, zu dem wir nichts beitragen können. Da sind wir nur Zuschauer.

Bei dem aber, was Gott zusammenm mit uns vorhat, sind wir nicht nur Zuschauer. Da sind wir „Werkzeuge des Friedens“, Gottes Werkzeuge, Gottes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  

Und der Friede Gottes,
der höher ist als alle Vernunft,
bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Amen.

O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass du mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Wir danken dir,
dreieiniger Gott.

Du bist unser Gott für alle Zeit und Ewigkeit.
Amen.