Alle Eure Sorgen werft auf ihn“ (1. Petrus 5, 7)

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

das Leben besteht nicht nur aus Freuden, sondern auch aus Leiden.

Lachen, Weinen, Gelassenheit, Angst und Hoffnung, Vertrauen und Mistrauen, Sorge und Fürsorge gehören zu unserem Leben.

Seit einigen Monaten hat das Corona Virus die ganze Welt ängstlich gemacht. Es gibt keine Medikamente und keiner weiß, woher das Virus kommt.

Das Corona Virus macht keinen Unterschied. Egal ob arm oder reich, Mann oder Frau, schwarz oder weiß – alle haben Sorge um die Zukunft. Einige machen Hamsterkäufe zur Vorsorge.

Die Politiker und Wissenschaftler arbeiten ohne Pause, um die Ausbereitung dieser Epidemie zu verlangsamen. Wegen unserer Sorgen sind viele Geschäfte und Gotteshäuser geschlossen. Viele Angebote der Ev.-luth. Titus-Kirchengemeinde wurden vorerst bis 19. April 2020 abgesagt.

Die Regierungen (Bund und Land) haben beschlossen, dass Menschen soziale Kontakte so gut wie möglich vermeiden sollen. Aus ihren Sorgen fragen viele Menschen: Wie lange geht das? Wie geht es weiter? Aber keiner kann eine richtige Antwort geben und das vertieft unsere Sorgen.

Aber zu Hause bleiben kann eine Chance sein, um Zeit für sich zu nehmen, zu reflektieren, um Gott anzubeten und Trost in Gottes Wort zu suchen. Gott kennt unsere Sorgen und spricht zu uns „Alle Eure Sorgen werft auf ihn und er sorgt für euch“ (1.Petrus 5,7).

Gott hört unsere Gebete, Klagen oder Sorgen. Es ist normal, dass wir Sorgen haben, aber nicht normal Panik zu haben. Wir dürfen im Gebet mit Gott ins Gespräch kommen, unsere Sorgen wegwerfen, abwerfen und hinter uns werfen.  Wer durch Jesus zum Vertrauen auf Gott gekommen ist, darf seine Sorgen unter dem Kreuz Jesu werfen. Damit kann er seine Sorgen entsorgen. Allerdings fordert Gott uns nicht nur auf, unsere Sorgen bei ihm zu entsorgen, sondern er verwandelt unsere Sorgen.

Gott ist wie ein guter Vater oder eine gute Mutter, die uns Gutes geben, wenn wir darum bitten. (Mt. 7,11). Wir sind verantwortlich nicht nur für uns, sondern auch für die anderen (z.B. Risikogruppen). Darum müssen wir Sozialkontakte so gut wie möglich vermeiden und am besten zuhause bleiben.

 „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe“ (1.Korinther 13.13) für euch alle .

Mit dieser Zusage Gottes wünsche ich Ihnen und euch Gottes Segen!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Pastor Benti

Hannover den 24.März 2020