10 .- 20. November „friedensklima“

Wunsch nach einer besseren Welt

Das Motto der diesjährigen Friedensdekade weckt positive Gedanken. Wünschen wir uns nicht alle ein Friedensklima? Aber wie erreichen wir dies? Zwei Themen stecken in dem Motto: die Frage, wie wir mit der Umwelt, die uns anvertraut ist, umgehen und wie wir Menschen miteinander umgehen.

Der fortschreitende Klimawandel beschäftigt immer mehr Menschen. Von einer radikalen Umkehr sind trotz des beschlossenen Ausstiegs aus der Kohleverstromung und ambitionierter Klimaziele die meisten Staaten noch weit weg. Dies betrifft mit wenigen Ausnahmen alle Institutionen. Und wem von uns einzelnen Menschen fällt es denn leicht, den eigenen Lebensstil zu verändern? Nötig ist vor allem öffentlicher Druck aus der Gesellschaft. Dafür geben uns allen zunehmend junge Menschen wie bei „fridays for future“ ein gutes Beispiel. Politisches Handeln muss Rahmenbedingungen schaffen, die klimaschädliches Verhalten bestrafen und klimafreundliches Verhalten belohnen. Wichtig ist dabei, die sozialen Lasten gerecht zu verteilen, in Deutschland aber auch weltweit.

Klimawandel und Umweltzerstörung bergen immer mehr Risiken von Konflikten und Kriegen. Um diese Gefahren einzudämmen, müssen wir uns von der Illusion eines ungebremsten und unbegrenzten Wirtschaftswachstums verabschieden und für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen. Für ein friedlicheres Klima im Umgang miteinander ist das Gespräch zwischen Gruppen mit unterschiedlichen politischen Meinungen und verschiedener Lebenskultur grundlegend: eine konstruktive Streitkultur und ein friedlicher Ausgleich von Interessen.

Friedensklima beschreibt den Wunsch nach einer besseren Welt, für die sich schon viele Menschen einsetzen. Es sollten und können immer mehr werden, die auf dem Weg der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung weitere Schritte gehen und so zu einem Friedensklima beitragen.

Dazu wollen wir in der Titusgemeinde bei Friedensgebeten, Gottesdienst und Gesprächen einladen und beitragen.

(In Anlehnung an Gedanken von Jan Gildemeister, Vors. der Ökumenischen Friedensdekade e.V., Arbeitsheft zur Friedensdekade 2019)

Bodo Kahle