Zu einem Leben in Würde gehören eine gesunde Ernährung, eine angemessene Wohnung, Gesundheit, Bildung und ein Auskommen. Aber fast 1,5 Milliarden Menschen der Welt fehlen diese sicheren Lebensgrundlagen – sie sind arm. Seit sechs Jahrsehnten kämpft „Brot für die Welt“ gegen Hunger und Armut. Trotzdem wird die Schere zwischen Armut und Reichtum großer.

Die Ursachen für Armut sind vielschichtig und haben doch eine Gemeinsamkeit: Sie gründen zumeist in ungerechten Strukturen. Wer keinen Zugang zu Land, Wasser oder Produktionsmitteln hat, kann schnell in Armut geraten. Dasselbe gilt für Menschen, die keine oder schlecht bezahlte Arbeit haben, oder nicht gleichberechtigt am wirtschaftlichen Leben teilnehmen können. Auf der globalen Ebene sind der Welthandel und die Finanzarchitektur ungerecht strukturiert. Kriege und Konflikte erwachsen oft aus struktu-rellen Widersprüchen in einer Gesellschaft und erzeugen Armut und neue Ungerechtigkeiten. Und Naturkatastrophen treffen die ohnehin Benachteiligten häufig besonders hart.

Zur Armut und Hunger gehören auch Elemente wie Rente, Arbeitslosenversicherung, Arbeitsmarktprogramme, Sozialhilfe, Kindergeld und der universelle Zugang zu Gesundheits-Dienstleistungen und Bildung. Die internationale Gemeinschaft hat versprochen bis 2030 die Armut der Welt zu überwinden. Um das erklärte Ziel zu erreichen, müssen wir die Ungleichheit zwischen Arm und Reich reduzieren. Auf internationaler Ebene gilt die Agenda 2030, worin sich die Staaten der Welt auf die Beseitigung von extremer Armut und Hunger verpflichtet haben. Genügend Geld ist dafür schon lange vorhanden. Jetzt müssen alle Staaten gleichermaßen Verantwortung übernehmen und etwas tun. Zum Beispiel das internationale Finanzsystem muss besser reguliert werden, um zu verhindern, dass aus den Ländern des Südens weiterhin mehr Geld in den Norden, durch Investitionen, Entwicklungsleistungen fließt.

Um Hunger und Armut zu bekämpfen, fördert Brot für die Welt die kleinbäuerliche Landwirtschaft, nachhaltige Anbaumethoden sowie Bildungs-, Ausbildungs- und Gesundheitsprogramme. Zusammen mit unseren Partnerorganisationen unterstützen wir arme Menschen dabei, die strukturellen Ursachen von Armut und Ungleichheit zu über-winden und politische wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern. Dafür bitten wir Ihre Spende in diesem Jahr.