Zu Ostern habe ich im Eingangsbereich der Tituskirche neue Bilder präsentiert.

Wie schon bei zwei Ausstellungen, die ich gestaltet habe, ist das nun wieder eine Auswahl neu entstandener Werke.

Angeregt durch einen Kunstkurs bei Hella Auffarth im Kulturtreff habe ich mich mit Henry Matisse befasst, der zum Ende seines Schaffens krankheitsbedingt unter anderem „Scherenschnitte“ (papiers de couper) gestaltet hat.

Spannend fand ich in der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts viele Künstler, die nach neuen

Wegen suchten. Einige Kunstwerke findet man in der Ausstellung, die ich mit „Scherenschnitten“ kopiert bzw. nachempfunden habe.

Meine Begeisterung für die Schnipseleien ging so weit, dass ich viele Abende am Schreibtisch verbrachte, um immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Picasso bleibt in vielen Formen so typisch, dass man erkennt, woher die Anregung stammt. Auch Braque und Gris haben sich für die Schnitte gut geeignet.

Wunderbar ließ sich Miro in Scherenschnitte verwandeln. So auch Delaunay/Terk.

Für Feininger und Moderson musste ich entdecken, wie ich am besten mit dem Papier und den Farben vorgehe, um annähernd ein Gemälde wiederzugeben.

Hoffentlich wird beim Betrachten der Bilder ein wenig Freude an Farben und Kompositionen entfacht.

Ich wünsche es Allen, die meine Bilder anschauen.

Renate Bindert