Integration durch gute Ernten

Im Jahr 2018 unterstützt Brot für die Welt mehr als 98 Projekten durch Partner Organisationen wie die Protestantische Kirchen äthiopische Evangelische Kirche Mekane Yesus in Äthiopien.

In der Region Gambela im äußersten Westen Äthiopiens unterstützt Brot für die Welt die Menschen beim Anbau von Mais und Gemüse. Gute Ernten helfen nicht nur den Einheimischen, sondern auch den Flüchtlingen, die aus dem angrenzenden Bürgerkriegsland Südsudan in Äthiopien Schutz suchen.

Frau Violet Nebel Ansprechpartnerin des Projektes erwähnt eine Integration von Flüchtlingen mit einem Beispiel von Mun Kunen die ihre Geschichte erzählt:

„Wir flohen Hals über Kopf, als Soldaten und Rebellen immer näherkamen“, erzählt Mum Kunen. Mit Grauen denken er und seine Frau Nyelam an die anstrengende Flucht zurück. Meist nachts, zu Fuß, zwei der fünf kleinen Kinder immer auf dem Arm tragend, ließen sie ihren Hof und ihre Heimat zurück. Einzig ihre fünf Rinder konnten sie retten. Sonst blieb ihnen nur die Kleidung, die sie trugen. Und die Hoffnung, in ihre Heimat zurückkehren zu zurückkehren zu können, wenn endlich Frieden herrscht.

Mun Kunen und seine Familie gehören zu den mehr als 400.000 Flüchtlingen aus dem Südsudan, die in der Grenzregion im äußersten Westen von Äthiopien leben. Viele von ihnen haben in den riesigen Flüchtlingslagern Zuflucht gesucht.

Doch wer kann, versucht diese so schnell wie möglich zu verlassen. In den Dörfern konkurrieren die Flüchtlinge jedoch mit den Einheimischen um Weideland und Ackerflächen. Dies sorgt bisweilen für Spannungen. Damit alle ihr Auskommen haben, unterstützt die Mekane-Yesus- Kirche, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, Einheimische und Flüchtlinge gleichermaßen bei der Landwirtschaft. Außerdem organisiert sie Zusammenkünfte. So wächst das Verständnis füreinander.