9. – 21. November

Frieden statt „Krieg 3.0“

Die diesjährige Friedensdekade findet statt unter dem Motto „Krieg 3.0“. Das biblische Geleitwort dazu „… wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen.“ Matthäus 26, 52.

2018 denken wir an den Beginn des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren, der Europa verwüstete. Wir erinnern an das Ende des 1. Weltkrieges, mit Millionen von Opfern vor 100 Jahren; und vor 80 Jahren brannten die Synagogen in Deutschland in der Pogromnacht am 9. November; Auftakt zur systematischen Vernichtung der jüdischen Menschen. Angesichts all dieser Gräueltaten forderte der Ökumenische Rat der Kirchen vor 70 Jahren: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“ Die Vereinten Nationen verkündeten 1948 die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“.

Die Drohung mit Atomwaffen wird auch heute weiter aufrechterhalten. Waffensysteme werden immer weiter perfektioniert und automatisiert. Die weltweiten Ausgaben für Rüstung steigen. Deutschland exportiert immer mehr Rüstungsgüter in sogenannte Drittstaaten und Entwicklungsländer. Diese Aufrüstung zum „Krieg 3.0“ raubt der Menschheit Mittel an Intelligenz, Ressourcen, Tatkraft und finanziellen Möglichkeiten. Sie fehlen, z.B um die Klimakatastrophe einzudämmen oder sie für ein gerechteres Wirtschaftssystem einzusetzen. Diese sind jedoch wesentliche Ursachen für Krieg, Flucht und Terror.

Als Kirche halten wir daran fest, den Weg des gerechten Friedens zu beschreiten und dafür zu werben und zu arbeiten. Dafür ist die Friedensdekade seit Jahrzehnten ein sichtbares Zeichen. (Auszüge aus einer Mitteilung des Ev.-luth. Landeskirche Hannovers an die Gemeinden)